re·birds

resozialisierung neu gedacht

resozialisierung ist für uns kein randthema – sie ist ein zentraler schlüssel für eine funktionierende zukunft.

in unserer gesellschaft existiert eine tief verankerte angst vor menschen, die gewalt zeigen oder gezeigt haben. diese angst prägt entscheidungen, systeme und den umgang miteinander. gleichzeitig verhindert sie oft genau das, was langfristig notwendig wäre: echtes verstehen, nachhaltige veränderung und somit ein harmonisches miteinander – kurz: frieden.

wir gehen einen anderen weg, denn wir sagen: es gibt keine „schlechten menschen“ – es gibt nur zur gewalt neigende menschen, weil sie sich schlecht behandelt fühlen. sie verstehen nicht, wie ihnen geschieht, während auch die gesellschaft ihre reaktionen nur schlecht versteht und daher als schlecht erachtet. fördern muss man dabei immer das verständnis aller beteiligten!

was es somit gibt, sind fehlende orientierung, mangelnde förderung und lernlücken im umgang mit sich selbst und anderen, denn:
menschen, die zu gewalt neigen, tragen meist einen inneren druck in sich, der über lange zeit entstanden ist. dieser druck entlädt sich – oft unkontrolliert – nach aussen. doch diese entladung verändert nicht das system, sondern hält es nur aufrecht.

genau hier setzt re·birds an.

unser resozialisierungsansatz verbindet zwei wesentliche ebenen:

druck abbauen:

menschen brauchen raum, um angestaute spannungen auf effiziente und gesunde weise zu lösen.

verstehen aufbauen:

gleichzeitig braucht es wissen, orientierung und ein neues verständnis für zusammenhänge – für sich selbst, für andere und für die systeme, in denen wir leben.

resozialisierung bedeutet für uns deshalb nicht anpassung durch kontrolle, sondern entwicklung durch verständnis.

ziel ist es, menschen schritt für schritt wieder in die lage zu bringen, sich selbst zu regulieren, zusammenhänge zu erkennen und bewusst teil eines funktionierenden miteinanders zu werden.
denn echte veränderung entsteht nicht durch druck von aussen, sondern durch klarheit im inneren.

das projekt re·birds ist damit ein grundlegender bestandteil unserer arbeit bei hi·birds. wir schaffen darüber räume, in denen entwicklung möglich wird – selbst dort, wo sie bisher kaum gedacht wurde.

für wen und was steht re·birds 

das „re“ steht für wieder – wieder aufrichten, wieder orientieren, wieder fliegen.

re·birds steht für menschen, denen wir helfen, ihren eigenen weg (wieder) zu finden. manchmal lernen sie erstmals zu fliegen, manchmal finden sie nach einem umbruch wieder zurück in ihre kraft.

das projekt richtet sich dabei nicht nur an eine einzelne gruppe, sondern an menschen in ganz unterschiedlichen lebenssituationen – und somit überall dort, wo neue orientierung und unterstützung gefragt sind.

dazu gehören unter anderem:

  • kinder und jugendliche in schwierigen lebensphasen
  • menschen nach straffälligkeit (wiedereingliederung)
  • menschen mit sucht- oder abhängigkeitsthematiken
  • menschen in sozialen oder finanziellen notlagen
  • geflüchtete und menschen mit migrationshintergrund
  • menschen ohne stabile lebensstruktur oder perspektive
  • menschen nach persönlichen krisen oder umbrüchen
  • menschen, die den anschluss an gesellschaftliche strukturen verloren haben

du möchtest mehr darüber erfahren?